Klaus 14.Apr.2013

Kurz vor Ostern hat mir LG Österreich das neue Optimus G (E975) zum Testen angeboten. Natürlich wollte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen und wieder mal einen neuen Androiden testen.
Also hab ich das neue Optimus G über die Feiertage genauer unter die Lupe genommen und etwas ausprobiert.

Auspacken
Auch bei LG ist das Auspacken bereits das erste Erlebnis. In einer edlen Schachtel verpackt und sauber eingeräumt bekommt man neben dem Smartphone noch Ladegerät mit separatem USB->MicroUSB Kabel, Kopfhörer und eine Kurzanleitung. Etwas versteckt findet man auch noch eine kleine Pin Nadel zum Öffnen des Micro Simkarten Schachts.

Handy, Ladegerät, Kurzanleitung, Pinnadel

Handy, Ladegerät, Kurzanleitung, Pinnadel

Handy, Ladegerät, Kurzanleitung, Pinnadel

Handy, Ladegerät, Kurzanleitung, Pinnadel

Erste Eindrücke
Nimmt man das E975 zum ersten Mal in die Hand so hat man das Gefühl etwas wertiges zu halten. Zum einen ist das Gewicht (145g) etwas höher, was aber nicht weiter stört, zum anderen sieht das Unibody Gehäuse, mit Crystal Reflection Effekt auf der Rückseite, sehr edel aus. LG verwendet zudem auf der Vorder- und Rückseite jeweils Gorilla Glas 2 um das Gerät vor Kratzern bestmöglich zu schützen.
Das schon erwähnte Unibody Gehäuse schimmert zwar wunderschön je nach Lichteinfall auf der Rückseite, doch macht es dies leider auch unmöglich den Akku zu wechseln. Auch eine Erweiterung des internen Speichers (32Gb – 25 Gb stehen für den User zur Verfügung) ist leider nicht möglich.

Leider verschraubt, das LG Optimus G

Leider verschraubt, das LG Optimus G

Die Ein/Austaste befindet sich wie beim Nexus auf der rechten Seite, die Lautstärkewippe befindet sich links. Zu anfang war hier der Druckpunkt etwas gewöhnungsbedürftig für mich.
Ein Highlight des LG Optimus G ist die 13 Megapixel Kamera, welche nicht ganz in die Tiefe des Geräts „gepasst“ hat und gut einen Millimeter auf der Rückseite aus dem Deckel sieht. Ansonsten liegt das Gerät gut in der Hand und passt in jede Hosentasche.
Etwas fummelig ist die Sache mit dem Microsim Schacht. Dies ist aber aufgrund der kleinen Bauart der MicrosimKarten. Hier hab ich mit meinen großen Fingern so meine Probleme.
An der Vorderseite sind als Softtouchtasten „zurück“ „Home“ und „Einstellungen“ verfügbar. Auch eine Benachrichtigungs-LED hat das Optimus G.

Einschalten
Fürs Einschalten lässt sich das Optimus G rund 20 Sekunden Zeit. Eines der Highlights des LG erkennt man sofort – das True IPS Display mit einer Auflösung von 1280×768 und einer Größe von 4.7 Zoll. Gut ausgeleuchtet und soweit die Sonne mal da war in den paar Tagen war auch das Display noch gut erkennbar. Die Farben sind kräftig und es bietet einen guten Kontrast.
Die Softtouchtasten und auch der Touchscreen reagieren prompt und zuverlässig.
Auf dem LG E975 ist Android Jelly Bean 4.1.2 installiert. Als Oberfläche dient der LG eigene Launcher, welcher auch einige neue Features gegenüber den Vorgängerversionen bietet.

Features
Neben einer Highend Hardware bietet das LG Optimus G auch softwareseitig einige Neuerungen die das Leben mit dem Smartphone einfacher und komfortabler gestalten. Hier wären zum Beispiel die QSlide Apps zu erwähnen.
Auch etwas was ich sonst noch nicht gesehen habe ist die Erkennung der Augenaktivität, also ob gerade auf den Bildschirm geschaut wird. Ist die Funktion aktiv, so bleibt das Display solange an, solange der Blick auf das Display gerichtet ist. Das ganze funktioniert sehr gut, und ist vor allem beim Lesen von Webseite oder längeren Texten interessant.

QSlide Apps
Damit bezeichnet LG die Technik mehrere Bildschirmfenster übereinander zu legen. Die Funktion an sich ist nicht neu, bei Samsung nennt sich das PopUp Play, und man kann somit verschiedene Tasks neben- und übereinander darstellen und gleichzeitig ausführen. Die QSlide Funktion funktioniert nicht für alle Anwendungen, die wichtigeren wie Kalender, Rechner oder Videoplayer haben aber die QSlide Funktion.
Will man also beispielsweise ein paar Zahlen aus einer Webseite addieren, so legt man sich einfach den Taschenrechner über die Seite und hat somit den Rechner und die Zahlen zugleich im Blick. Auch wenn man mal ein Video ansieht, und währenddessen eine eingegangene Mail beantworten möchte ohne dabei das Video anhalten zu müssen, dann schaltet man das Video in den QSlide Modus und somit kann während des Tippens das Video weiter angesehen werden.
Via Schieberegler kann die Opazität der QSlide App eingestellt werden. Bis zu 2 QSlide Apps können gleichzeitig laufen.

QSlide App  LG Optimus G

QSlide App LG Optimus G

QSlide App  LG Optimus G

QSlide App LG Optimus G

QSlide App  LG Optimus G

QSlide App LG Optimus G

Kamera
Die 13 Megapixel Kamera macht meines Erachtens sehr gute Aufnahmen. Sowohl Bewegtbilder als auch für Schnappschüsse sind die Aufnahmen sehr gut.
Auch hier hat LG die Software verfeinert und unterstützt einige sinnvolle Funktionen. Cheese Shutter, macht ein Foto wenn ein bestimmter Sprachbefehl gesprochen wird. Time Catch nimmt schon Fotos auf bevor man den Auslöser gedrückt hat. Danach kann man sich die Fotos ansehen und das beste Auswählen und Speichern. Dafür sollte man sich allerdings etwas „Zeit“ nehmen, denn es dauert einige Sekunden bis die Fotos soweit dargestellt werden und man sich für das „beste“ entscheiden kann.
Videos werden in Full HD Qualität mit 1920×1080 Bildpunkten aufgezeichnet.

einfahrende Strassenbahn

einfahrende Strassenbahn

Testfoto LG Optimus G
Testfoto LG Optimus G Testfoto LG Optimus G
Testfoto LG Optimus G

Notizbuch
Auch vorinstalliert ist die Notizbuch App. Damit lassen sich einfach eigene Notizbücher erstellen und bearbeiten. Das ganze kann anschließend auch als pdf gespeichert werden. Ideal wenn man zb. ein Kochrezept ab-fotografiert und noch ein paar Anmerkungen hinzufügen möchte, oder aber auch einfach nur zum Kritzeln.

Notizbuch app

App für eigene Notizbücher erstellen

Bilder und Text kombinieren

Bilder und Text kombinieren

Auch interessant die Kalenderansicht. Ein zweigeteilter Bildschirm zeigt die Monatsübersicht und je nach Auswahl die Tages- oder Wochenansicht im unteren Bildschirmdrittel.

zweigeteilte Ansicht

zweigeteilte Ansicht


LG Optimus G - EcoModus

LG Optimus G – EcoModus

Etwas umsonst würde ich meinen ist der EcoModus zur QuadCoresteuerung. Akkulaufzeit sparen schön und gut, aber wenn dann würd ich mir wünschen, dass das Gerät die Ansteuerung für den Prozessor intelligent verwaltet und somit meinen Akku schont.

Handling im Alltag
Rund eine Woche hatte ich das LG Optimus G in Verwendung und muss sagen dass mir der Wechsel wieder zurück auf mein Galaxy Nexus schwer gefallen ist. Man gewöhnt sich schnell an die vielen netten Sachen und hat eine große Freude damit.
Der 2100mAh fixverbaute Akku reicht mit seiner Kapazität für einen Tag aus – will man allerdings flexibel sein und abends noch mal schnell eine Runde Geocachen oder vl ein Video ansehen so sollte man das bedenken.
Die verbaute zusätzliche Hardware wie NFC, GPS, Bluetooth funktionierte bestens – zumindest bei meinen Anwendungsgebieten wie Geocaching bzw Freisprecheinrichtung im Auto hat alles tadellos geklappt.
Für mich eher ungeeignet war die integrierte Tastatur und die dazugehörende Autokorrektur. Da bin ich wohl schon zu sehr von der Swiftkey App verwöhnt.
Natürlich ist auch Telefonieren mit dem Smartphone möglich – in sehr guter Sprach- und Klangqualität.

Fazit
Das LG Optimus G ist ein Highend Gerät wie man es sich vorstellt. Leistungsstarke Hardware kombiniert mit edler Optik. Die LG eigene Android Oberfläche bietet viel komfort und nette Gimmicks, wie die QSlide Anwendungen sind sehr gut gelungen.
Ich hoffe, dass LG auch beim Geräte Update etwas nachgebessert hat, und das Optimus G auch mit neuen Android Updates versorgt wird.
Die Kamera macht vernünftige Bilder und auch die Videos können sich sehen lassen.
Für rund 460 Euro (14.4.2013 Ditech) erhält man definitiv ein Topgerät zu einem guten Preis.

Ein Danke nochmal an LG Österreich für das bereitgestellte Testgerät.

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