Klaus 29.Jan.2012

Die Vertragsverlängerung stand bei mir an und da mein Anbieter Drei das Galaxy Nexus in seinem Portfolio hat, hab ich mir mein erstes Nexus Phone, das neue Galaxy Nexus geholt.

Auspacken
Das Galaxy Nexus kommt in einer etwas unscheinbaren, weissen Schachtel. Neben dem Nexus Smartphone gibts den 1750 mAh Akku, ein kleines Anleitungsheft, ein USB Ladekabel, In Ear Kopfhörer und einen 230V Ladestecker mit USB Anschluss.

Galaxy Nexus Lieferumfang

Galaxy Nexus Lieferumfang

Erste Eindrücke
Trotz des großen Displays mit einer Diagonale von 4.65″ liegt das Smartphone sehr gut in der Hand. Vom Gewicht her fühlt es sich sehr leicht an. Der texturierte Akkudeckel macht die Rückseite eher etwas rutschig. Dennoch kann man es noch sehr gut mit einer Hand bedienen und muss keine Angst haben dass es einem aus der Hand rutscht. Der Rahmen rundherum fühlt sich aufs erste wie Aluminium oder dergleichen an, ist jedoch ein Plastikteil.
Die fünf Megapixel Kamera auf der Rückseite ist etwas erhaben und wird perfekt vom Akkudeckel umschlossen.

Galaxy Nexus Rückseite

Galaxy Nexus Rückseite

Die Vorderseite ist komplett aus Glas und wie schon beim Nexus S bekannt an der Unterseite etwas gewölbt. An dieser Stelle macht auch die Rückseite einen kleinen Buckel nach aussen und man hat so das Smartphone immer gut in der Hand.
Das Nexus hat noch 3 physische Tasten, auf der rechten Seite einen Ein/Ausschalter und die Lautstärke Tasten auf der linken Seite. Auf Softtouchtasten wurde komplett verzichtet. Stattdessen werden die Tasten für zurück, Home und Task Manager komplett über das Betriebssystem eingeblendet.
Die Kopfhörerbuchse befindet sich an der Unterseite gleich neben USB Anschluss und Mikrofon. Etwas was mir bei anderen Smartphones immer wieder gefehlt hat ist die Benachrichtigungs LED, welche sich unterhalb des Displays befindet. Sie leuchtet in weiss sobald ungelesene Mails, unbeantwortete SMS bzw Anrufe vorhanden sind.

Die Verarbeitung ist meines Erachtens sehr gut. Ich kann keine Unregelmäßigkeiten bei Spaltmaßen oder sonstige Mängel erkennen. Der Akkudeckel, ist ein sehr dünnes Plastik (ähnlich Galaxy S2) und es ist etwas schwierig diesen zu öffnen. Vor allem weil man den Deckel doch sehr biegen muss, bis er sich aus der Verankerung am Gehäuse löst und man Angst hat dass etwas brechen könnte. Dafür sitzt er perfekt im Rahmen auf der Rückseite. Es gibt auch kein Knarzen oder sonstiges an Geräuschen wenn man das Telefon drückt.

Einschalten

Galaxy Nexus Sperrschirm

Galaxy Nexus Sperrschirm

Rund 40 Sekunden dauert der Einschaltvorgang bis das Galaxy Nexus zur Verfügung steht. Auf den ersten Blick fällt einem sofort die veränderte Tastenleiste auf der Unterseite auf. Wie schon erwähnt verfügt das Smartphone über keine Softtouchtasten sondern es werden die Tasten via Betriebssystem auf die Unterseite des Displays gesetzt. Auch gibt es nicht mehr die bekannten „zurück“, „Home“, „Menü“ und „Suche“ Tasten sondern es werden nur drei Tasten eingeblendet. Die zurück Taste, die Home Taste und eine neue Taste – die Taskmanager Taste. Bei früheren Smartphones konnte man zwischen den Tasks nur via langes Drücken auf die Home Taste wechseln, nun hat Google dem Galaxy Nexus direkt eine Taste dafür spendiert.
Zu Anfang meinte ich wie kann man ohne Menütaste auskommen, doch man gewöhnt sich sehr rasch daran, dass die Menütaste nun in der Action Bar zu finden ist.
Verglichen mit meinem LG Optimus Speed ist das Display auf automatischer Helligkeit etwas dunkler. Dies liegt vor allem an der etwas dunkler eingestellten Grundhelligkeit von Android 4.0 (auch Nexus S User haben dies beklagt nach dem Update auf ICS). Stellt man die Helligkeit auf manuell um so merkt man dass es kein „Fehler“ ist sondern das Display doch sehr hell leuchten kann.

Android 4.0 Datenverbrauch

Android 4.0 Datenverbrauch

Auf den ersten Blick sieht man sofort dass bei Android 4.0 nicht nur an ein paar Ecken geschraubt wurde, sondern dass das neue System komplett überarbeitet wurde. Neben neuen Schaltflächen und Widgets wurde auch das Einstellungsmenü aufgeräumt und sinnvoll ergänzt (zb. Datenverbrauch). Neu ist auch die Google Suchleiste auf jeder Homescreen Seite.

Features
Das größte Highlight des Nexus ist natürlich Ice Cream Sandwich. Gegenüber der Vorgängerversion Android 2.3 Gingerbread wurde vieles überarbeitet und verbessert. Dazu kommen neue Features wie die Datenverbrauchsanzeige, welche eine genaue Auswertung liefert über den Datenverbrauch einzelner Applikationen. Darüber hinaus können Limits gesetzt werden um das Datenvolumen des Netzbetreibers nicht zu überschreiten.

Kamera
Die verbaute Kamera im Nexus ist mit ihren 5 Megapixel zwar nicht die höchstauflösendste, dafür ist die Auslöseverzögerung minimal. Ein Druck auf den Auslöseknopf und schon hat man innerhalb weniger Millisekunden ein Bild gemacht. Auch Serienaufnahmen gehen binnen weniger Augenblicke.
Ein weiteres Highlight ist die integrierte Panorama Funktion. Dabei führt man einfach die Kamera langsam von links nach rechts bzw rechts nach links. Sollte man zu schnell sein wird es am Schirm angezeigt.
Ein Video vom Eishockey Spiel gemacht mit dem Nexus habe ich auf Youtube hochgeladen.

Galaxy Nexus Eishockey

Galaxy Nexus Eishockey

Galaxy Nexus Linzblick

Galaxy Nexus Linzblick

Galaxy Nexus Panoramabild

Galaxy Nexus Panoramabild

Task Manager

Android 4.0 Task Manager

Android 4.0 Task Manager

Die anstelle der Menu Taste vorhandene Task Manager Taste listet die im Hintergrund laufenden pausierten Anwendungen auf. Dabei sieht man nicht nur wie früher das Icon der Anwendung sondern den zuletzt gesehenen Bildschirm. Durch links oder rechts wischen können nun einzelne Anwendungen komplett beendet werden oder mittels Wählen der Anwendung zu dieser gesprungen werden.

Google Apps
Auch die Google Apps wurden komplett überarbeitet und erscheinen in neuem Gewand. In Gmail oder Kalender beispielsweise wurde die von Tablets bekannte Action Bar inkludiert, um schnell und einfach neue Mails oder Einträge zu schreiben oder zu editieren. Auch die Maps und Youtube Anwendung wurden überarbeitet.
Ebenso wurde die Galerie überarbeitet und es sind endlich die Unterordner der einzelnen Google+ Streams verschwunden.

Galerie Galaxy Nexus Android 4.0

Galerie Galaxy Nexus Android 4.0

Maps Galaxy Nexus Android 4.0

Maps Galaxy Nexus Android 4.0

Gmail  Galaxy Nexus Android 4.0

Gmail Galaxy Nexus Android 4.0

Auch neu in ICS ist die erstmals im Stock Android System integrierte Screenshot Funktion. Durch gleichzeitiges Drücken der Leisertaste und der Einschalttaste für etwa 1 Sekunde wird der aktuelle Bildschirminhalt gespeichert.
Zum Entsperren gibt es beim Nexus neben der üblichen Wischfunktion, der Pinabfrage bzw des Entsperrmusters nun auch einen Face Unlock. Beim Einschalten der Kamera wird automatisch die Frontkamera aktiviert und überprüft ob das gespeicherte Bild mit der Person die das Telefon bedienen möchte übereinstimmt. Die Funktion klappt zwar ganz gut, auch bei schlechten Lichtverhältnissen, jedoch ist das in Summe wohl mehr eine Spielerei.
Auch wurde dem Nexus, wie schon im Vorgängermodell, ein NFC Chip verbaut. Man kann beispielsweise RFID Chips mit Profilen bestücken und diese dann dort anbringen wo man sie benötigt. Wenn man dann sein Nexus hinhält ändert es automatisch seine Einstellungen. Eine Einstellung fürs Auto wäre zum Beispiel Wlan aus (zumindest wenn kein WLAN im Auto ist) und Bluetooth an für die Freisprecheinrichtung.
In nächster Zukunft soll auch das Bezahlen via NFC möglich sein, jedoch ist das System wohl erst in ein paar Jahren wirklich marktreif und verfügbar.

Handling im Alltag
Im normalen Gebrauch gefällt das Galaxy Nexus sehr gut. Vor allem Ice Cream Sandwich bringt sehr viel neues mit sich und zeigt welch Potential noch im Android System liegt. Besonders hervorzuheben ist die Kamera, welche binnen rund 1 Sekunde einsatzbereit ist und Bilder beinahe im Millisekundentakt aufnimmt.
Natürlich kann mit dem Nexus auch telefoniert werden. Die Sprach- und Hörqualität ist sehr gut, selbst bei lauterer Umgebung ist der gegenüber noch relativ gut verständlich. Beim Wlan würde ich meinen ist die Signalstärke etwas schwächer wie beim LG P990.
Der Akku hält bei gleicher Nutzung gegenüber dem LG Optimus Speed rund doppelt so lange (Wlan, GPS, Bluetooth und 3G immer an bzw suchend). Also kam ich früher rund 15h über die Runden so ist derzeit der Akku erst nach gut 1 Tag und 10h leer. Zum einen liegt es wohl an der etwas höheren Kapazität und dem sparsameren AMOLED Display, zum anderen aber wohl auch an dem geänderten Batteriehandling in Android 4.0.

Fazit
Auch wenn das Galaxy Nexus auf den ersten Blick vielleicht nicht durch herausragende Hardware besticht, so zeigt es neben sehr guter Verarbeitung auch mit Ice Cream Sandwich was im Android System steckt. Auch begeistert mich die neue Darstellung innerhalb der Apps, wenn auch derzeit dies zumeist nur von den Google eigenen Anwendungen umgesetzt wurde. Zu Anfang dachte ich noch, mir würde der Menübutton abgehen, doch im Grunde genommen wechselt man öfter zwischen Anwendungen als dass man die Einstellungen für Apps ändert. So gesehen kann ich dem Wunsch von Android, den physischen Menubutton verschwinden zu lassen, nur zustimmen.
Der Preis von derzeit noch rund 500 Euro bei Amazon.at (Samsung Galaxy Nexus i9250 Smartphone) ist zwar teuer, wer aber jetzt Google’s neuestes Android System auf neuer Hardware haben möchte hat wohl im Moment keine Alternative.

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Kategorien: Feature, Review, Samsung

2 Meinungen

  1. Kurt sagt:

    Also von der Verwendbarkeit finde ich es mehr als dürftig. Ich verwende nach wie vor lieber mein altes Galaxy S.

    – Keine Speichererweiterung möglich
    – Es funktioniert nicht als USB Massenspeicher
    – Es ist per default kein File Manager installiert (also sollte man es endlich mal geschafft haben files drauf zu kopieren kann man nicht drauf zugreifen)
    – SSHDroid und FTPDroid funktionieren nicht in Kombination mit meinem Ubuntu
    – Den Wecker kann man wieder per einfacher Berührung aus versehen ausschalten
    – Email-synchronisierung kann man nicht auf einzelne Wochentage beschränken
    – …

    … und ich teste es erst seit einer Woche! Nichts hat auf Anhieb so geklappt wie ich es mir vorgestellt hätte. Galaxy S rules!

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